Es ist eine schöne Hochzeitstradition, dass nahestehende Verwandte und Freunde die Aufgabe übernehmen, bei der Trauungszeremonie einen Text, zum Beispiel eine Fürbitte oder die Lesung, vor zu tragen.
In der Regel verteilt das Brautpaar diese Aufgaben von sich aus an seine Angehörigen und Freunde. Selbstverständlich können Sie sich aber auch für eine solche Aufgabe anbieten oder einen besonders schönen Text vorschlagen.
Im Folgenden haben wir eine Auswahl an passenden Mustertexten für Sie zusammengestellt...
Die Fürbitten für die Trauung sollten folgende Bereiche abdecken:
Weitere Themenbereiche, die sich für eine Fürbitte eignen:
Sie sollten unbedingt darauf achten, dass sich die einzelnen Fürbitten inhaltlich nicht zu stark überschneiden. Das kann gewährleistet werden, indem…
Bei einer Hochzeit können die Fürbitten von einer einzigen Person oder abwechselnd von zwei Personen vorgelesen werden. Ebenso gut kann für jede Fürbitte ein eigener Sprecher bestimmt werden. Insgesamt sind es jedoch nicht mehr als etwa 6 Bitten, die üblicherweise im Rahmen eines Traugottesdienstes vorgetragen werden.
Beispiele: Fürbitten für die Trauungszeremonie
Allmächtiger Gott,
wir bitten Dich für <Anne und Otto>: Gib Ihnen die Kraft und das Vertrauen, das Ja-Wort, das sie sich heute gegeben haben, auch im Alltag immer wieder zu bestätigen.
Wir bitten Dich, erhöre uns!
Barmherziger Gott,
wir bitten Dich für <Anne und Otto>: Mach` Ihre Ehe zu einem Ort der Liebe, der Geborgenheit, der Ehrlichkeit, der Geduld und des gegenseitigen Vertrauens.
Wir bitten Dich, erhöre uns!
Großer Gott,
<Anne und Otto> haben heute aus Liebe Ja zueinander gesagt. Lass Sie nie vergessen, dass diese Liebe das höchste Geschenk ist, das Du uns Menschen machst.
Wir bitten Dich, erhöre uns!
Lieber Gott,
wir bitten Dich für die Eltern und Geschwister von <Anne und Otto>: Lass Sie am Glück dieser Liebe teilhaben.
Wir bitten Dich, erhöre uns!
Barmherziger, gütiger Gott,
hilf den Eltern von <Anne und Otto> ihre Kinder nun loszulassen und trotzdem weiterhin für sie da zu sein. Lass sie erkennen, dass sie heute kein Familienmitglied verlieren, sondern ein neues hinzu gewinnen.
Wir bitten Dich, erhöre uns!
Allmächtiger Gott,
schenke <Anne und Otto> immer einen festen Platz in ihrer Familie und ein liebevolles Miteinander mit ihren Eltern und Geschwistern.
Wir bitten Dich, erhöre uns!
Großer Gott,
wir bitten Dich für alle, die heute gekommen sind, um mit <Anne und Otto> die Besiegelung ihrer Liebe zu feiern: Lass auch sie Deine Liebe in ihren Herzen spüren.
Wir bitten Dich, erhöre uns!
Allmächtiger Gott,
lass <Anne und Otto> bei ihren Freunden und Verwandten, wann immer es nötig ist, ein offenes Ohr, ein tröstendes Wort und eine helfende Hand finden. Und lass auch <Anne und Otto> stets eine zuverlässige Stütze für die Menschen in ihrer Umgebung sein.
Wir bitten Dich, erhöre uns!
Gütiger Gott,
wir bitten Dich auch für alle Angehörigen und Freunde, die heute nicht mehr bei uns sein können: Gib ihnen einen Platz in unseren Herzen, damit wir die Freude dieses Tages mit ihnen teilen können.
Wir bitten Dich, erhöre uns!
Barmherziger Gott,
in Gedanken sind wir heute auch bei unseren verstorbenen Angehörigen und Freunden, die nicht mehr bei uns sein können. Schenke Du Ihnen ewige Liebe.
Wir bitten Dich, erhöre uns!
Ebenso wie die Fürbitten, darf auch die Lesung (im Gegensatz zum Evangelium) von einer frei gewählten Person gelesen werden. Eine schöne Gelegenheit also, ein weiteres Familienmitglied, o.ä. in die Gestaltung der Trauungszeremonie einzubeziehen.
Für die Wahl eines passenden Textes gibt es zwei Möglichkeiten:
Beispiele: Lesung für die Trauung
Sehr beliebter Text für Hochzeiten:
Das „Hohelied der Liebe“ aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Korinther (1Kor 13,1-13).
1 Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. 2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. 3 Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. 4 Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. 5 Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. 6 Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. 7 Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. 8 Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht. 9 Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; 10 wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk. 11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, legte ich ab, was Kind an mir war. 12 Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin. 13 Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.
Für viele Paare kommen zur Gestaltung einer kirchlichen Trauungszeremonie, als einem christlichen Sakrament, nur biblische Texte in Frage.
Andere Paare dagegen wählen für Ihre Trauungsfeier auch aus dem großen Angebot an nicht-biblischen Texten aus.
Hier finden Sie einige der beliebtesten nicht-biblischen Texte für Trauungszeremonien:
Die Hochzeitskerze spricht:
"Ich habe es gesehen.
Meine kleine Flamme war dabei, als Ihr die Hände ineinander gelegt und Euer Herz verschenkt habt.
Ich bin mehr als nur eine Kerze, mehr als nur ein Geschenk.
Mein Licht soll dabei sein bei Eurer Ehe.
Ich bin ein stiller Zeuge im Hause Eurer Liebe und wache stets über Euch.
An Tagen, an denen die Sonne scheint, brauche ich nicht zu brennen.
Aber wenn Ihr vor Freude außer Euch seid
oder ein schöner Stern am Horizont Eures Lebens erscheint, dann zündet mich an.
Zündet mich an, wenn es dunkel wird,
wenn in Eurem Leben Sturm einbricht,
wenn Streit da ist,
wenn Ihr lautlos unter etwas leidet, dann zündet mich an.
Mein kleines Licht ist für Euch ein deutliches Zeichen, hell und klar.
Es spricht seine eigene Sprache, eine leichte Sprache, die der andere gleich versteht.
Ich bin Eure Hochzeitskerze.
Ich habe Euch beide gern.
Laßt mich brennen, wann und wie lange es sein muß, bis Ihr beide dann gemeinsam, Wange an Wange, mein Licht ausblasen könnt.
Dann sage ich dankbar: Bis zum nächsten Mal."
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Aus: „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry
Und der kleine Prinz kam zum Fuchs zurück.
"Adieu", sagte er ...
"Adieu", sagte der Fuchs.
"Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach:
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
"Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.", wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
"Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig."
"Die Zeit, die ich für meine Rose verloren habe ...", sagte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
"Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen", sagte der Fuchs. "Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.
Du bist für deine Rose verantwortlich ..."
"Ich bin für meine Rose verantwortlich ...", wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
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